Zinsänderungsrisiko Niedrigzins: Risiko ohne Ertrag!

Viele Finanzinstitute verfahren auch in der Niedrigzinsphase wie immer: Lange Aktiv-Zinsbindungen werden aus kurzen Passiva refinanziert. Der Zinshebel liegt zwischen 1 und 2. Was bei sinkenden Zinsen goldrichtig war, muss in der aktuellen Situation überdacht und geändert werden. Gehebelte Zinspositionen bieten derzeit nur wenig Ertragserwartung und Chancen, dafür aber das immer noch gleiche Risiko. Dies sind die Hauptergebnisse des DSGV-Projekts Niedrigzinsphase II (siehe auch Aufsatz Teil II).

Die Beratung umfasst folgende Hauptschritte:

(1) Feststellung des Summenzahlungsstromes unter Einbeziehung aller relevanten Positionen (siehe Aufsatz Summenzahlungsstrom in der Diskussion). Dazu gehört auch die korrekte Zukunftsorientierte Ermittlung der Mischungsverhältnisse variabler Zinsen (siehe eigenes Beratungsangebot)
(2) Beurteilung und Einbeziehung von expliziten und impliziten Optionen
(3) Berechnung des Zinsänderungsrisikos und des erwarteten Ertrags in Querschnitt- und Längsschnittanalyse unter Beachtung von Zinsuntergrenzen für negative Zinsen (siehe Aufsatzserie Niedrigzins Teil II)
(4) Bestimmung von Benchmark und Managementstil
(5) Limitierung durch ein Verlustrisiko, Abweichungsrisiko und GuV-Risiko; Ergebnisse für Szenarien und Prognosen
(6) Maßnahmenvorschlag, Berechnung von Konsequenzen auf GuV und Kennziffern, stringente Umsetzung

Sie bestimmen, welche Beratungsschritte in Ihrem Haus notwendig sind. Häufig stehen auch nur einzelne der obigen Punkte zur Diskussion bzw. es können mehrere Themen zusammengefasst werden. In der Regel reichen für Einzelpunkte ein bis zwei Beratungstage vor Ort. Eine Komplettanalyse umfasst je nach in der Bank vorhandenen Elementen zwei bis sechs Beratungstage. Die intensive Aufgabenübernahme durch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank wird stets vorausgesetzt.