| Der Quotient | Performance einer Mischung - Performance von "Risikolos" |
|---|---|
| Risiko einer Mischung - Risiko von "Risikolos" |
| = | Überperformance |
|---|---|
| Überrisiko |
wird als „Sharpe Ratio“ oder „RORAC“ bezeichnet. Das Risiko muss hierbei als Abweichung vom Erwartungswert (z.B. als Volatilität) gemessen werden.
In der Asset Allokation sind Mischungen aus Vermögensbestandteilen, die eine möglichst hohe Sharpe Ratio aufweisen, gesucht. Denn diese Mischungen können mit Hilfe von „Risikolos“ auf das gewünschte Risiko hochgehebelt oder heruntergehebelt werden.
Angenommen, es liegen folgende Voraussetzungen vor:
| (1) | Paarweise gleiche Korrelationen zwischen allen Vermögensbestandteilen. |
| (2) | Gleiche Sharpe Ratio bzw. gleicher RORAC bei allen Vermögensbestandteilen, aus denen die Mischung besteht. |
In diesem Fall ist die Vermögensallokation mit der höchsten Sharpe Ratio bzw. dem höchsten RORAC genau dann gegeben, wenn sich die Anteile der Vermögensbestandteile umgekehrt proportional zum Überrisiko gegenüber Risikolos verhalten. Dies gilt unabhängig davon, wie hoch die Korrelation ist (sofern sie paarweise gleich bleibt) und wie hoch die Sharpe Ratio ist. Bei dieser Allokation besitzt jeder Vermögensbestandteil in der Mischung das gleiche Überrisiko in Euro.
Auch wenn die Voraussetzung (2) nicht gut erfüllt ist, führt die Regel, die Vermögensbestandteile umgekehrt proportional zum Risiko zu wählen, immer noch zu Mischungen mit relativ guter Sharpe Ratio.
Voraussetzung (1) darf aber nicht zu stark verletzt sein, weil sonst Vermögensbestandteile, die untereinander höher korreliert sind, ein zu hohes Gewicht erhalten.
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